BELLEVUE-Gruppe

Wir begrüßen Sie auf der Homepage von
BELLEVUE-Gruppe e.V.

Wir finden uns damit nicht ab,

dass in Deutschland

    politischer Anstand verhöhnt,
    Gesinnungsterror honoriert,
    skrupelloser Extremismus entlohnt,
    Gewaltlosigkeit belächelt und
    aufrechter Gang zum Spießrutenlauf gemacht wird.

Aber den Betrogenen sagen wir:

Eine Pflicht, Euch selbst und andere zu hassen, gibt es deshalb nicht.

Bellevue-Gruppe hat nach mehreren Jahren des Erinnerns an das DDR-Unrecht und seine  Folgen in der Gegenwart die samstägliche Mahnwache vor dem Sitz des  Bundespräsidenten in Berlin, Schloss Bellevue, eingestellt.
Am 17.11.01 fand die letzte regelmäßige Veranstaltung statt.

Es war eine Zeit der Chancen - für Betroffene, deren  Demokratiefähigkeit und Gemeinsinn gefragt war, aber mehr noch für die  rechtsstaatlichen Politiker, deren Zivilcourage und humanitäre Gesinnung wir geduldig prüften.

Diese Chancen wurden überwiegend vertan.

Allen aber, die uns in dieser Zeit auf menschlich glaubwürdige Weise unterstützten, danken wir.

Wir möchten neue Wege suchen, um die beschämende Lage der SED-Verfolgten in der Bundesrepublik Deutschland zu verändern.

Außer uns gibt es natürlich viele andere Einrichtungen, Gruppen oder Vereine, die die letzten 40 Jahre  Diktatur auf deutschem Boden seriös thematisieren. Einige seien hier genannt:

Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes

Behandlungszentrum für Folteropfer e.V.

Psychologische Opferberatungsstelle Gegenwind

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Bellevue-Gruppe e.V. ist nicht für die Inhalte fremder Internet-Seiten verantwortlich,  die Sie über einen Link erreichen. Wir distanzieren uns  ausdrücklich von allen Internetseiten mit rechtswidrigen Inhalten.
    

Wir glaubten jahrelang, diese Internetseite könne - entgegen dem allgegenwärtigen Aktualisierungswahn - eine Art einer Gedenktafel sein wie man sie an Häusern aus bestimmten Anlässen aufhängt. Haben die politisch Verfolgten aus der DDR-Zeit in diesem Land ein Haus? Ein Haus, in dem sie Zuflucht und Schutz finden? Wir meinten, der Dachverband, die „Union der Opfer des Kommunismus“ sei so eines und versuchten lange Zeit, dieses Haus mitzugestalten. Nun müssen wir zu unserem Leidwesen diese Internetseite doch reformieren nach allem, was wir erlebten. Am 9. November 2015 trat unser Verein aus der UOKG aus. Anlass war das Vorgehen UOKG-Verantwortlicher gegen SED-Verfolgte. In unserem Offenen Brief dazu heißt es:
     „Im Jahr 2002 folgten wir der Einladung des damaligen UOKG-Vorsitzenden Horst Schüler und unser Verein trat der UOKG bei. Die Mitglieder der Bellevue-Gruppe hofften, innerhalb und mit der UOKG die Interessen der Verfolgten noch besser und wirkungsvoller vertreten zu können.
Jedoch erlebte der Gesandte der Bellevue-Gruppe bald auch innerhalb der UOKG wie Vertreter von Minderheitenmeinungen auf unterschwellige Weise isoliert, brüskiert und marginalisiert wurden. Immer wieder mussten jene darum ringen, dass in Protokollen der UOKG-Mitgliederversammlungen Wortbeiträge richtig und sinnentsprechend wiedergegeben wurden. Enthielt sich unser Vertreter bei Abstimmungen oder stimmte er gegen Beschlussvorschläge während alle anderen mit Ja stimmten, sah er sich vielfacher Missbilligung ausgesetzt während der Sitzungen. Er musste Mut aufbringen und Geduld um dieser bedrückenden Atmosphäre widerstehen zu können. Er fühlte sich zurückversetzt in Zeiten der Verfolgung und Ausgrenzung, der er von Jugend an ausgesetzt war.
An der Lebenssituation so vieler SED-Verfolgter im Land änderte sich in all den Jahren wenig dank des Widerstands der - meist christlich-demokratischen - Regierungen gegen eine gerechte Entschädigung und Würdigung der Opfer.“ [...]
    „SED-Haftopfer in deren Abwesenheit, quasi nach Art mittelalterlicher Feme-Prozesse, zu stigmatisieren, ist bedrückend, vereinsschädigend und mit den verfassten Zielen der UOKG unvereinbar. Der Vorgang lässt den Schluss zu, dass Kritiker der UOKG, die sich öffentlich zu Wort melden, mundtot gemacht und bekämpft werden sollen. Folgerichtig werden alle, die sich nicht vorschreiben lassen, ob sie mit M. oder S. in Kontakt treten wollen, mit dem Etikett ´IM´, dem Synonym für Stasispitzel, bedroht. Wir meinen, diese versuchte Beschneidung von Meinungs- und Gewissensfreiheit erinnert an maßlose Selbstherrlichkeit totalitärer Zeiten, in denen ein Klima des Misstrauens und der Angst herrschte. Ein subtiler Extremismus, zwar gebremst durch staatliche Gerichte, jedoch gefördert mit Steuermitteln?
Die Bellevue-Gruppe musste sich eingestehen, dass der Versuch, in der UOKG wirksam im Interesse der bereits weitgehend verstummten SED-Verfolgten mitzuarbeiten, kaum Aussicht auf Erfolg hat.
Darüber hinaus will sich unser Verein aber auch davor schützen, mit einer UOKG, die sich über rechtsstaatliche Prinzipien erhebt, in Verbindung gebracht zu werden.
Die Mitglieder von Bellevue-Gruppe e.V. beschlossen am 30. Oktober 2015 den Austritt ihres Vereins aus der UOKG.“

Nicht wir, die Verfolgten, hängen einer Vergangenheit an, sondern das Unrecht lässt uns nicht los.

Kontakt

E-Mail:
webmaster@bellevue-gruppe.de

Bellevue-Gruppe e.V., eingetragen im Vereinsregister Nr. 20297 Nz bei Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
 

(c) Letzte Aktualisierung im Januar 2016 nach dem    15.09.2004

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